Das Gildentreffen ist vorbei, überall herrscht Urlaubsstimmung und das Sommerloch ist allgegenwärtig. Kein Wunder also, dass auch der 3D-Drucker unmotiviert dahinvegetiert, nachdem er einst tonnenweise Ratschkattel-Untersetzer und andere Gildendevotionalien im Akkord erschaffen musste.
Also stellt sich die Frage, was man denn sinnvolles mit so einem Kreativgerät anstellen kann, wenn gerade kein akuter Bedarf an Gildenklimbim besteht.

Im Haushalt finden sich immer wieder Dinge, die zwar grundsätzlich ganz brauchbar sind, im Einzelfall aber nicht optimal zu den eigenen Bedürfnissen passen. Und natürlich fangen wir beim Kühlschrank an.
Dort sind praktische Fächer in der Tür, die aber Gegenstände mit höherem Schwerpunkt (aka Flaschen) beim unsanften Schließen der Tür nicht vor dem Umfallen zu bewahren vermögen. Abhilfe schafft hier eine weitere Barriere in der darüber liegenden Etage.

 

Erstaunlicherweise ist das Teil mit 24cm Breite größer als es auf den ersten Blick scheint aber zum Glück hat der BCN3D Sigma ein ausreichen großes Druckbett.

Als Material kam erstmals PET-G zum Einsatz. Das Gelumpe hat der Unterweltfürst persönlich gemischt, denn nur ein sehr schmales Prozessfenster trennt den Bereich ohne jegliche Haftung von jenem, der das Zeug so fest an das Druckbett bäckt, dass beim Lösen des Kunststoffteils die Glasoberfläche herausbricht (mehr dazu im nächsten Beitrag).

Da wir gerade beim Küche optimieren sind, habe ich mir noch den Besteckkasten vorgenommen. Dort sind die Fächer für die einzelnen Werkzeuge durch gerade Trennelemente flexibel in ihrer Größe einstellbar – allerdings nicht so praktisch, wie ich es gern hätte, denn mittelgroße Messer, die diagonal im Fach liegen, verschieben die Trennebene so weit, dass der zweite abgeteilte Bereich unnötig klein wird. Die Lösung: ein schräges Trennelement.

 

Diesmal aus Standard-PLA – man muss sich ja nicht jedes mal unnötig quälen…