Nachdem mir ein Freund selbstlos und großzügig eine fast volle Rolle „Marken“-Filament überlassen hatte, musste ich es natürlich auch ausprobieren. Hintergrund der Schenkung war der Frustfaktor wegen Problemen bei der Verarbeitung des Filaments mit seinem Ultimaker2 – insofern war ich durchaus vorgewarnt.

Problematisch ist vor allem die Haftung des Filaments auf dem Druckbett (wir sind beide keine Freunde von Haftvermittlern). Das Zeug weigert sich wirklich hartnäckig, auf dem Druckbett kleben zu bleiben, was natürlich früher oder später zu Warping führt.

Meine ersten Versuche liefen zwar mit mäßig brauchbarem Ergebnis durch, jegliche Optimierungsversuche führten aber immer zu einer Verschlechterung, was auf Dauer wirklich nervtötend ist (insbesondere, weil die Ablösung erst nach ein paar Stunden Druck auftritt – falls bei Druckbeginn überhaupt etwas auf der Platte bleibt). Dabei sieht der First Layer ansonsten eigentlich recht gut aus…

Wie dem auch sei, jedem, der lieber Ergebnisse statt Experimente haben möchte, empfehle ich: Finger weg vom Verbatim PLA.

Alle anderen können gern ihr Glück versuchen. Die besten Ergebnisse hatte ich bisher auf einem 60°C Druckbett mit 240°C Extruder beim First Layer und 210°C danach.
Und natürlich nicht ohne einen fetten Brim.